Die sportmedizinische Untersuchung (SPU) ist ein umfassender Gesundheitscheck für alle, die Leistungssport betreiben – unabhängig vom Alter oder Leistungsniveau. Sie dient der präventiven Gesundheitsförderung, hilft dabei, Verletzungsrisiken zu erkennen und unterstützt die individuelle Leistungsoptimierung. So können Trainingsausfälle oder Wettkampfpausen vermieden werden.
In der SPU wird zunächst eine detaillierte Anamnese erhoben, inklusive Familienanamnese, um mögliche genetische oder gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Ergänzend werden vor der Untersuchung eine Laboruntersuchung des Blutes sowie ein EKG des Herzens durchgeführt.
Ein zentraler Bestandteil der SPU ist die körperliche Untersuchung durch den Arzt:in. Hierbei wird der gesamte Bewegungsapparat – Muskeln, Gelenke, Körperhaltung und Biomechanik – genau überprüft, um Auffälligkeiten, Defizite oder Verletzungsrisiken zu erkennen. Für weibliche Athletinnen gilt es, zudem einen Fragenbogen zu Menstruation, Zyklus und Schwangerschaft auszufüllen, um hormonelle Besonderheiten in die medizinische Beurteilung miteinzubeziehen.
Es wird empfohlen die SPU – insbesondere für Nachwuchs- und Spitzensportler:innen. Die Verantwortung für die Durchführung liegt beim Athlet:in, wobei Verbände und Vereine entsprechende Empfehlungen aussprechen können.
Die Ergebnisse werden vertraulich mit der Athlet:innen besprochen. Bei Auffälligkeiten können ein Belastungs-EKG, weitere Laboruntersuchungen oder spezialisierte Abklärungen folgen.






